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Rund um den Energieausweis

Den Verbrauch des eigenen Auto's wissen die meisten, was jedoch in den eigenen vier Wänden für Energie verbraucht wird, können nur wenige sagen. Dabei wird immer noch ein Drittel des gesamten Energiebedarfes für Heizung und Warmwasserbereitung verbraucht.

Der Energieausweis soll Abhilfe schaffen. Er nimmt das Gebäude spezielle die Wände, Fenster, Dach und Heizung unter die Lupe. Damit wird bewertet, ob ein Haus als "Energieeffizient" oder "Energiefresser" bezeichnet werden kann. Im Anschluss daran können verschiedene wirtschaftliche Maßnahmen aufgezeigt werden, mit welchen der Energieverbrauch reduziert werden kann. 

Der Vorteil des Energieausweises ist es, das Gebäude beim Energiebedarf unkompliziert bundesweit miteinander vergleichbar sind. Weiterhin gilt er als Orientierungshilfe für Sanierungs- und Modernisierungsansätze, um die Energiebilanz zu verbessern. Kauf- und Mietinteressenten haben das Recht den Energieausweis einzusehen.


Der Energieausweis - kurz erklärt

Der Energieausweis gibt es in zwei Ausführungen: Den Verbrauchs- und den Bedarfsausweis.

Beim Verbrauchsausweis wird lediglich die Verbrauchswerte der letzten Jahre aufgezeigt, diese sind aber sehr stark vom Verhalten der Bewohner abhängig. Dagegen ist der Bedarfsausweis deutlich aussagekräftiger, denn hierbei wird anhand eine technischen Analyse der Gebäudedaten der Energiebedarf – unabhängig vom Bewohnerverhalten - analysiert. Infolgedessen lassen sehr viel deutlicher der energetische Zustand des Hauses, sowie mögliche Sanierungsmaßnahmen, darstellen.

Ähnlich wie bei den Energieeffizienz-Label von Elektrogeräten gibt es beim Energieausweis eine Farbskala mit den Effizienzklassen A+ bis H (grün bis rot). Diese Einteilung hilft das Abschätzen vom Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung. 


Wann ist ein Energieausweis Pflicht?

Einen Energieausweis benötigt der Eigentümer bei Vermietung, Verkauf und Verpachtung des eigenen Gebäudes. Ab dem 1. Januar 2009 ist der Energieausweis für alle Wohngebäude und ab 1. Juli 2009 für alle Nichtwohngebäude (Gewerbe) Pflicht. Einem potenziellen Käufer oder Mieter ist der Energieausweis oder eine Kopie spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und nach Abschluss des Kauf- bzw. Mietvertrags zu übergeben.

Die Aushangpflicht für Energieausweise wurde erweitert. In behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr und mit einer Nutzfläche von mehr als 500 m² (ab dem 8. Juli 2015 mehr als 250 m² Nutzfläche) muss ein Energieausweis erstellt und ausgehängt werden. Private Eigentümer von Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr müssen den Ausweis ab einer Nutzfläche von 500 m² aushängen, falls ein Energieausweis vorhanden ist.


Wer darf einen Energieausweis erstellen?

Die Aussteller von Energieausweisen müssen eine „baunahe“ Ausbildung als Eingangsqualifikation absolviert haben. Berechtigt sind z.B. Architekten, Ingenieure und qualifizierte Handwerker. Eine zentrale Zulassungsstelle gibt es nicht. Auf der Internetseite von dena (Deutsche Energie-Agentur)  können nach Eingabe der Postleitzahl Experten in unserer Region gefunden werden.