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Strompreiszusammensetzung: Transparenter Strompreis

 

Wie hoch der Preis für Strom ist, wissen die Wenigsten. Wenn dann kennen die Leute ihren monatlichen Abschlag. Doch der Strompreis ist nicht einfach frei gewählt, sondern hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab.

Mittlerweile besteht der Strompreis zu mehr als 53 % aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Weiterhin fallen für die notwendigen Stromnetze so genannte Netznutzungsentgelte an, die weitere 27 % des Strompreises ausmachen und wie die Steuern und Abgaben für alle Stromlieferanten gleich sind. Der reine Energiepreis und damit der vom Stromlieferanten beeinflussbare und im Wettbewerb stehende Anteil beträgt lediglich 20 % des gesamten Strompreises.

 

 

Hier eine kurze Erklärung der einzelnen Bestandteile des Strompreises:

An erster Stelle benötigt man Kraftwerke, die den Strom erzeugen. Sie wandeln Energie z.B. aus Kohle, Erdgas, Wind-, Sonnen- oder Wasserkraft in elektrische Energie um. Der Stromlieferant erzeugt den von den Kunden benötigten Strom selbst oder kauft diesen dann im Voraus zu unterschiedlichen Zeitpunkten bei unterschiedlichen Vorlieferanten oder direkt an der Strombörse in Leipzig. Mithilfe unseres Portfoliomanagement erzielen wir für unsere Kunden dabei günstige Beschaffungspreise, die wir selbstverständlich an diese weitergeben. Mit unseren zahlreichen Serviceleistungen  stehen wir zudem mit Rat und Tat in allen Fragen der Energieversorgung unseren Kunden zur Seite, und das seit über 100 Jahren. 

Die Netznutzungsentgelte fallen für die Instandhaltung, den Betrieb sowie den Ausbau des Stromnetzes an, damit der Strom auch zu den Kunden gelangt. Die Höhe des Netzentgeltes für das jeweilige Stromverteilnetz, das im Übrigen für alle Stromanbieter in ganz Deutschland gilt, ist staatlich reguliert und wird jährlich neu festgesetzt. Der zunehmende Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien verursacht in vielen Regionen Deutschlands einen erheblichen Investitionsbedarf in die Übertragungs- und Verteilnetze, da neue Regenerativanlagen ans Netz angeschlossen und technisch integriert werden müssen. Daher variieren die Netznutzungsentgelte sehr stark von Region zu Region, abhängig davon wie stark der Ausbau der Erneuerbaren Energien erfolgt.

Hier sind die Kosten für die technisch notwendige Mess- und Steuereinrichtung (Einbau, Betrieb, Wartung und Ablesung des Zählers, etc.), und die Kosten für die Rechnungsstellung (Druck- und Portokosten) des Netzbetreibers bzw. Messstellenbetreibers enthalten.
 

Die Konzessionsabgabe zahlen die Energieversorger an die Städte und Kommunen für das Recht, deren öffentliche Wege und Straßen für den Leitungsbetrieb zu benutzen. Erst dadurch ist es möglich, dass die Haushalte mit Strom versorgt werden können. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße (§ 2 Konzessionsabgabenverordnung).

Ein- und Hochtarif: 1,32 Cent/kWh (netto)
Niedertarif: 0,61 Cent/kWh (netto)

Die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) wurde beschlossen, um mehr regenerativen Strom erzeugen zu können. Die Förderung für den Aus- und Aufbau von EEG-Anlagen kostet jedoch viel Geld. Diese Mehrkosten werden daher auf alle Stromverbraucher in Deutschland verteilt.

2015: 6,17 Cent/kWh (netto)
2016: 6,354 Cent/kWh (netto)
2017: 6,88 Cent/KWh (netto)

KWK bedeutet Kraft-Wärme-Kopplung. Hierbei wird gleichzeitig Strom und Wärme in einer Anlage erzeugt, was effizienter ist als bei getrennter Gewinnung. Um solche Anlagen zu fördern wurde das KWK-Gesetz beschlossen, um O2-Emissionen zu mindern.

2015: 0,254 Cent/kWh (netto)
2016: 0,445 Cent/kWh (netto)
2017: 0,438 Cent/kWh (netto), basierend auf dem aktuellen Gesetzesentwurf, vorläufiger Wert

Zum 01.01.2012 wurde von Seiten der Bundesnetzagentur eine neue Umlage gemäß § 19 Abs. 2 Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) eingeführt. 

Stromintensive Unternehmen mit einem besonderen Strombezug, ist es möglich teilweise oder vollständig von den Netzentgelten befreit zu werden. Diese entstandenen Belastungen aus dem Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) werden mit der Umlage auf alle Stromabnehmer in Deutschland verteilt.

2015: 0,237 Cent/kWh (netto)'
2016: 0,378 Cent/kWh (netto)
2017: 0,388 Cent/kWh (netto)

Zum 01.01.2013 wurde nach § 17f Energiewirtschaftsgesetz eine Offshore-Haftungsumlage eingeführt. 

Mit der Umlage werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Die aus der Offshore-Haftungsumlage (§ 17 f Energiewirtschaftsgesetz) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt. Diese wurde ab 01.01.2015 erstmalig als negative Umlage in Höhe von -0,051 Ct/kWh netto festgelegt. Hierbei sollen Verbraucher die zuviel bezahlte Umlage der letzten Jahre wieder erstattet bekommen.

2015: -0,051 Cent/kWh (netto)
2016: 0,040 Cent/kWh (netto)
2017: -0,028 Cen/kWh (netto)

Erstmalig zum 01.01.2014 wurde die Verordnung zu abschaltbaren Lasten verabschiedet.

Aus Gründen der Versorgungssicherheit, können große Stromabnehmer verpflichtet werden, zeitweise vom Stromnetz genommen zu werden. Diese erhalten für das Vorhalten der abschaltbaren Lasten ein Entgelt, dieses wird auf alle Kunden bundesweit umgelegt.

Die bestehende Verordnung läuft zum 31.12.2015 aus. Für den Zeitraum ab 01.01.2016 liegt momentan keine neue
Verordnung vor. Daher erfolgt bis auf weiteres keine Erhebung einer Umlage für abschaltbare Lasten.

2015: 0,006 Cent/kWh (netto)
2016: wurde keine Umlage erhoben
2017: 0,006 Cent/kWh (netto)

Die Stromsteuer - auch „Ökosteuer“ genannt - zahlt jeder Kunde pro verbrauchte Kilowattstunde. Aktuell 2,05 Ct/KWh netto und ist auf jeder Stromrechnung ausgewiesen. Die Begriffe Stromsteuer oder Ökosteuer sind allerdings irreführend, weil die Einnahmen nicht der Unterstützung der Umwelt zu Gute kommen, sondern diese mehrheitlich in die Rentenkasse fließen.

Aktuell: 2,05 Cent/kWh (netto)
 

Die bedeutendste Steuer, die jedem Bürger täglich begegnet, ist die Mehrwertsteuer. Sie wird auf den Nettostrompreis (alle vorher genannten Komponenten) in der normalen Höhe von derzeit 19 % fällig. Diese Steuer macht beim Bruttostrompreis dann insgesamt 16 % aus. 

Aktuell: 19 %