ÜZ

ÜZ gegen Leukämie: Typisierungsaktion

 


Am 23. Oktober 2015 suchen wir Sie!

Leukämie und andere Störungen der Blutbildung oder Immundefekte können durch die Übertragung von Blutstammzellen eines gesunden Spenders geheilt werden. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht, weil der oder die Erkrankte den genau für sie passenden Spender finden muss.

Um die Suche nach geeigneten Spendern zu erleichtern, beteiligt sich die ÜZ am 23. Oktober 2015 gemeinsam mit der Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ an einer Typisierungsaktion mit dem Ziel, Menschen zu finden, die sich freiwillig für eine lebensrettende Knochenmark- oder Stammzellspende zur Verfügung stellen. Hiermit rufen wir alle Bürger und Bürgerinnen, Firmen und Vereine unserer Region auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen!

Ihre Hilfe wird dringend benötigt - Jeder Einzelne zählt!

Das gute Beispiel unseres Mitarbeiters Nikolas Edelmann hat uns zu dieser Aktion motiviert. Er hatte sich in die weltweit vernetzte Datenbank aufnehmen und typisieren lassen und konnte dann 2013 mit seiner Stammzellspende einem schwerkranken Menschen die Chance auf ein gesundes Leben schenken. Ein Mitarbeiter der ÜZ, Bernd Brönner, war ebenfalls an Leukämie erkrankt. Er fand einen geeigneten Spender und wurde transplantiert. Heute geht es Bernd Brönner wieder gut und er kann wieder arbeiten. Seine Erkrankung war auch der Anlass für die ÜZ, sich für eine Typisierungsaktion einzusetzen.

Das wertvollste Geschenk der Welt:
Stammzellen spenden!

 

Wann:
Freitag, 23. Oktober 2015

Um:
11:00 bis 17: 00 Uhr

Wo:
ÜZ, Schallfelder Str. 11, 97511 Lülsfeld


Für eine möglichst rasche und fehlerfreie Aufnahme Ihrer persönlichen Daten bitten wir Sie, Ihre Krankenkassenkarte zur Aktion mitzubringen!
 

 Weitere Informationen

Facebook-Veranstaltung: ÜZ gegen Leukämie

Flyer Typisierungsaktion ÜZ

Internetseite der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern

 

"Während meiner Leukämie-Erkrankung haben mich viele Verwandte, Freunde und Arbeitskollegen unterstützt und begleitet. Das war für meine Genesung überaus hilfreich und wertvoll und ich danke allen von Herzen. 

Für eine nachhaltige Heilung war jedoch eine Stammzellentransplantation notwendig. Nachdem in meiner Familie kein Spender zur Verfügung stand, wurde über die Stammzellenkoordination der Uniklinik Würzburg eine Spenderrecherche durchgeführt. 

Nach einigen bangen Wochen kam die erfreuliche Nachricht, dass ein für mich passender Spender gefunden wurde und dieser bereit war, Stammzellen zu spenden. 

Bei meiner langwierigen und aufwändigen Behandlung gab es viele Risiken und lange anhaltende Nebenwirkungen. Durch die Bereitschaft meines Spenders, sich typisieren zu lassen und dann auch Stammzellen zu spenden, konnte die Leukämie letztendlich geheilt werden. 

Darüber bin ich sehr glücklich und unendlich dankbar. Vor allem meinem Spender, der mir ein neues Leben geschenkt hat. Aber auch dem überaus kompetenten Ärzte- und Pflegeteam der Uniklinik Würzburg. 

Seit einiger Zeit bin ich wieder in der Lage, meine Arbeit bei der ÜZ auszuführen und am sozialen Leben teilzuhaben."

Bernd Brönner

Lesen Sie auch die News-Meldung: Wie Bernd Brönner wieder zurückkam

"Ich ließ mich im Mai 2010 als Stammzellenspender registrieren. Das war eine Sache von wenigen Minuten. Zeit, die jeder aufbringen kann um anderen Menschen zu helfen. 

Mein Beweggrund, an einer Typisierungsaktion teilzunehmen, war der Wunsch, einem Menschen, der an Blutkrebs erkrankt ist, durch meine Stammzellenspende ein neues unbeschwertes Leben zu ermöglichen. 

Diese Möglichkeit bot sich im Mai 2013. Ich war der passende genetische Zwilling eines Blutkrebspatienten. Es machte mich glücklich und stolz, einem Menschen Hoffnung und Kraft geben zu können, seine Krankheit zu besiegen. 

In der Zwischenzeit habe ich erfahren, dass einer Frau aus Italien geholfen werden konnte. Sie hat die Krankheit überwunden und ihr geht es gut. 

Es ist ein Gefühl, das man nicht in Worte fassen kann: Einem Kranken die Hoffnung auf ein neues Leben schenken zu dürfen. Ich würde es jeder Zeit wieder tun. Einem Menschen das Lachen zurückzugeben, ist eine großartige Erfahrung, die man nicht mit Geld kaufen kann."

Nikolas Edelmann

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Alle 45 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Leukämie!

"Für die Betroffenen ist dies ein Schock und stellt einen tiefgehenden Eingriff in das Leben des Patienten, seiner Familie und seines Umfeldes dar. Doch Leukämie und andere Störungen der Blutbildung oder Immundefekte können heute durch die Übertragung von Blut-Stammzellen eines gesunden Spenders geheilt werden. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht, weil der oder die Erkrankte den genau für sie passenden Spender finden muss. 

Um die Suche nach geeigneten Spendern zu erleichtern, beteiligt sich die ÜZ am 23. Oktober 2015, gemeinsam mit der Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“, an einer Typisierungsaktion. Das Ziel: Menschen mit einer positiven Typisierung finden, die sich dann, natürlich freiwillig, für eine lebensrettende Knochenmarkspende zur  Verfügung stellen. Die wird nicht aus dem Rückenmark entnommen, wie gelegentlich zu Unrecht angenommen wird. 

Das gute Beispiel eines unserer Mitarbeiter hat uns zur Durchführung dieser Aktion motiviert. Er hatte sich nach einer positiven Typisierung 2013 für eine Knochenmarkspende zur Verfügung gestellt und damit Leben gerettet. Wie das Schicksal so spielt, hatte ein anderer Kollege fast zeitgleich das Glück, über eine Typisierungsaktion einen geeigneten Spender für sich zu finden. Er kann heute wieder vollständig geheilt seinem Beruf und seinen privaten Neigungen nachgehen. 

Die ÜZ hilft im Kampf gegen die Leukämie, indem sie eine Typisierung unterstützt und mitorganisiert. So verstehen wir Verantwortung als Genossenschaft und Energiedienstleister für unsere Region. Machen Sie mit. Gemeinsam retten wir Leben – etwas Sinnvolleres gibt es nicht. "

Gerd Bock

Prinzipiell kann sich jede Person zwischen 18 und 45 Jahren registrieren lassen, die mindestens 50 kg wiegt, in guter körperlicher Verfassung und gesund ist. Blutstammzellen spenden kann man bis zum 60. Lebensjahr. Um Sie als Spender zu schützen und Risiken für den Empfänger weitgehend auszuschließen, gibt es Einschränkungen und Ausschlussgründe für eine Blutstammzellspende:

  • ERKRANKUNGEN DES HERZ-KREISLAUF-SYSTEMS:
    z. B. nach einem Herzinfarkt, behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit; schlecht eingestellter Bluthochdruck, Bypassoperationen,
     
  • ERKRANKUNGEN DES BLUTES, DES BLUTGERINNUNGSSYSTEMS ODER DER BLUTGEFÄSSE:
    z. B. Beinvenenthrombose, Störung der Blutgerinnung, z. B. Hämophilie A (Bluterkrankheit), Marcumarbehandlung, Thalassämie, Sichelzellanämie, aplastische Anämie, Sphärozytose,
     
  • ERKRANKUNGEN DER ATEMWEGE:
    z. B. schweres Asthma, Lungenfibrose, Lungenembolie
     
  • SCHWERE NIERENERKRANKUNGEN:
    z. B. Glomerulonephritis, Niereninsuffizienz
     
  • SCHWERE MEDIKAMENTÖS BEHANDELTE ALLERGIEN:
    Nicht jede Allergie ist automatisch ein Ausschlussgrund für eine Blutstammzellspende. Sprechen Sie darum bitte Ihre Allergien bei der Registrierung an, damit abgeklärt werden kann, ob Sie als Spender infrage kommen.
     
  • INFEKTIÖSE ERKRANKUNGEN:
    z. B. Hepatitis C oder nicht ausgeheilte Hepatitis B, HIV-Infektion, Malaria
     
  • BÖSARTIGE ERKRANKUNGEN:
    Krebserkrankungen
     
  • ERKRANKUNGEN DES IMMUNSYSTEMS:
    z. B. Rheumatoide Arthritis, Kollagenosen (z. B. Sklerodermie), Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Morbus Addison, Idiopathische Thrombozytopenische Purpura, Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Vaskulitis
     
  • ERKRANKUNGEN DER PSYCHE UND DES ZENTRALEN NERVENSYSTEMS:
    z. B. Epilepsie, Psychosen, Multiple Sklerose, Creutzfeld-Jakob-Krankheit
     
  • ERKRANKUNGEN DER ENDOKRINEN DRÜSEN:
    z. B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion. Eine Schilddrüsenunterfunktion ist kein Ausschlusskriterium.
     
  • NACH EINER FREMDGEWEBE-TRANSPLANTATION:
    z. B. Niere, Leber, Herz, Haut, Hornhaut, Hirnhaut
     
  • BEI VORLIEGEN EINER SUCHTERKRANKUNG:
    z. B. Medikamente, intravenöse Drogenabhängigkeit
     
  • ZUGEHÖRIGKEIT ZU EINER RISIKOGRUPPE:
    Personen, deren Sexualverhalten oder Lebensumstände ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare schwere Infektionskrankheiten (z. B. Hepatitis B und C oder HIV) bergen

Die blutbildenden Stammzellen befinden sich in den Hohlräumen der großen Knochen. Man kann sie auf zwei verschiedene Arten entnehmen.

1. METHODE:
DIE PERIPHERE BLUTSTAMMZELLSPENDE

Um die Blutstammzellen im Körper zu stimulieren, erhält der Spender einen Wirkstoff namens G-CSF. Dies ist ein Botenstoff, den der Körper bei Infektionen selbst ausschüttet, um eine verstärkte Zellneubildung anzuregen. Im Rahmen dieser 4 Tage dauernden Stimulierung tritt auch ein Teil der blutbildenden Stammzellen für kurze Zeit in das Blut über. Der Spender wird am 5. Tag der Mobilisierung an einen Zellseparator (eine Zentrifuge, die das Blut in seine Bestandteile trennen kann) angeschlossen. So werden die Stammzellen aus dem peripheren Blut des Spenders abgesammelt. Dieser Vorgang dauert etwa 4 bis 5 Stunden und wird ambulant durchgeführt. Bei 70 % aller angeforderten Spenden wählen die Transplanteure dieses Verfahren zur Blutstammzellgewinnung. Langzeitnachwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht belegt.

2. METHODE:
DIE PUNKTION DES BECKENKAMMS

Die Entnahme der Blutstammzellen aus dem Beckenkamm dauert ca. 1 Stunde und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Spender wird am darauffolgenden Tag wieder aus der Klinik entlassen. Um evtl. Missverständnissen vorzubeugen: Die Blutstammzellen befinden sich im Knochenmark. Das Rückenmark im Wirbelkanal hat damit nichts zu tun.


Die Entscheidung, welches der Verfahren der Blutstammzellgewinnung gewählt wird, richtet sich nach dem Zustand des Patienten. Der Transplanteur entscheidet, welche Gewinnungsart für den Patienten notwendig ist. Die für den Spender anfallenden Kosten sowie der Verdienstausfall des Spenders werden von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern übernommen. Von der Aufnahme bis zur Nachsorge nach der Spende werden alle Spender immer von demselben Team gründlich beraten und persönlich betreut.

 

Helfen Sie Leben retten!

Auch Ihre Geldspende trägt dazu bei, Leben zu retten:
Für die Ersttypisierung eines Spenders muss die Stiftung 50 Euro Laborkosten bezahlen.

Bankverbindung:
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg
Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern
IBAN: DE47702501500022394563
BIC/SWIFT: BYLADEM1KMS
Verwendungszweck: ÜZ

Für Ihre Spende erhalten Sie auf Wunsch selbstverständlich eine Spendenquittung. Dazu geben Sie bitte im Verwendungszweck
Ihren Namen und die Adresse an. Spenden sind auch über die Homepage möglich.

Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern
Robert-Koch-Allee 23
82131 Gauting
Tel.: 0049 89 89326628
Fax: 0049 89 893266255
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