ÜZ

Vorsicht am Telefon

So schnell wird Ihnen am Telefon ein Vertrag angedreht

In letzter Zeit sind erneut Fälle bekannt geworden, in denen Kunden der ÜZ am Telefon überrumpelt werden sollten. Wegen der aggressiven Gesprächsführung und der Vortäuschung, man sei Mitarbeiter der ÜZ, gaben Menschen im guten Glauben persönliche Daten, Bankverbindungen und Stromverbrauch bekannt und mussten wenige Tage nach dem Telefonat feststellen, dass man Ihnen einen Liefervertrag mit einem Fremdanbieter aufgeschwatzt hat. Lesen Sie am Beispiel von Frau K. aus Gerolzhofen (Name der Kundin ist der Redaktion bekannt) wie schnell so etwas gehen kann.

Redaktion: Frau K., Sie haben vor Kurzem eine schlimme Erfahrung mit Telefonwerbung gemacht. Erzählen Sie bitte unseren Lesern, was da passiert ist.
Frau K.: Am 11.05.2016 wurde ich von einer Dame angerufen, die das Gespräch mit dem Satz „Strom wird billiger“ anfing. Den Namen sowie die Firma hat Sie nicht gesagt. Ich sagte ihr, dass ich Kunde der ÜZ Lülsfeld sei. Das bejahte die Dame. Sie wollte dann von mir Kundendaten abfragen. Weil ich diese nicht zur Hand hatte, sagte die Dame am Telefon, sie warte solange. Also habe ich den Ordner geholt und Ihr meine Kontonummer, Zählernummer sowie meinen Jahresverbrauch gegeben. 

Redaktion: Wurden Sie da nicht misstrauisch?
Frau K.: Ich bin davon ausgegangen, dass die Dame im Namen der ÜZ anrief.

Redaktion: Und wie ging es dann weiter?
Frau K.: Die Dame hat so schnell gesprochen, es war ein richtiger „telefonischer Überfall“. Am Ende habe ich sie nochmals nach ihrem Namen gefragt, weil ich wissen wollte, mit wem ich überhaupt gesprochen habe. Sie nannte mir dann auch ihren Nachnamen, aber nicht den der Firma. Am Ende vom Telefonat wurde ich darauf hingewiesen, dass dieses Gespräch aufgezeichnet wurde und damit ein Vertragsabschluss zustande gekommen ist.

Redaktion: Die böse Überraschung kam aber dann erst, nicht wahr?
Frau K.: Als ich dann am 17.05.2016 meine Post öffnete, hatte ich eine Auftragseingangsbestätigung von einem fremden Stromlieferanten vorliegen. Da wusste ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte und der Anruf nicht von der ÜZ Lülsfeld war. Mein Bruder hat dann in der ÜZ angerufen und den Vorfall geschildert. Mein Stromliefervertrag bei der ÜZ Lülsfeld war von dem anderen Lieferanten bereits gekündigt worden, ohne eine Unterschrift von mir.

Redaktion: Und wie hat die ÜZ reagiert?
Frau K.: Die Dame aus dem Vertrieb war sehr hilfsbereit und hat mir ein MusterWiderrufsschreiben vorbereitet. Das musste ich nur unterschreiben und an den fremden Lieferanten schicken. Redaktion: Frau K., wie denken Sie heute über den Vorgang? Frau K.: Ich bin so froh, dass die ÜZ Lülsfeld mich unterstützt hat. Das möchte ich nicht noch einmal erleben. Ich kann jedem nur abraten, sich auf solche Telefonwerbung einzulassen.

 

Darauf sollten Sie achten

Außer Konkurrenz
Beim zeitlich knappen Gespräch kann sich der Verbraucher weder ein Vergleichsangebot einholen, noch kann er sich über den bisher unbekannten Anbieter informieren.

Unseriöser Vertragsschluss
Vielen Verbrauchern ist nicht klar, dass Sie am Telefon überhaupt Verträge abschließen können. Sie geben unüberlegt eine Zusage oder denken der Vertrag wird noch schriftlich fixiert. Andere Kundenerfahrungen zeigen, dass sie am Telefon lediglich der Zusendung von Informationsmaterial zugesagt haben, trotzdem kam Tage später bereits die Auftragsbestätigung und es wurde scheinbar ein Vertrag geschlossen. Häufig kommt es nach einem getätigten Widerruf des Vertrages zu Drohungen wegen Schadenersatz sowie Stornogebühren.

Verschleierte Identität
Manch einer von den Anrufern verschleiert absichtlich seine Identität durch Unterdrückung der Rufnummer oder gibt sich als „Stromanbieter vor Ort“ (=ÜZ) aus, um beim Kunden auf das Vertrauensverhältnis zur ÜZ aufzubauen.

Hartnäckigkeit
Verbraucher berichten von aggressiven, belästigenden und bedrängenden Anrufern. Anrufer bedrängen Verbraucher, dass diese „Ja“ oder „ok“ sagen.

 

 Das können Sie tun

ÜZ-Empfehlung

Abwehr solcher Cold Calls: