20.03.2025
Neues Schalthaus Brünnstadt
In Brünnstadt wurde heute unser neu errichtetes Schalthaus feierlich in Betrieb genommen.
20.03.2025
In Brünnstadt wurde heute unser neu errichtetes Schalthaus feierlich in Betrieb genommen.
Heute wurde unser neues Schalthaus in Brünnstadt feierlich in Betrieb genommen. In seiner kurzen Ansprache bedankte sich der Geschäftsführende Vorstand, Jürgen Kriegbaum, bei den Anwesenden Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt, Herbert Fröhlich, Bürgermeister der Gemeinde Frankenwinheim, Dominik Weimer, Architekt des Architekturbüros Gerber sowie den ausführenden Baufirmen für die gute Zusammenarbeit. Auch der örtliche Bürgermeister, der Landrat und der ausführende Architekt richteten ein paar Grußworte an die Gäste.
Nach rund 2 Jahren Bauzeit konnte das Schalthaus Brünnstadt Anfang 2025 in Betrieb genommen werden. Der Neubau des Schalthauses am Umspannwerk war zwingend notwendig, um die anstehenden Mengen an erneuerbaren Energien aus regenerativen Erzeugungsanlagen ins Stromnetz aufnehmen zu können. Die Technik des früheren, fast 50 Jahre alten Schalthauses, war an der Nutzungsgrenze angekommen und die Kapazitäten waren am Limit. Eine Erneuerung im Bestand wäre technisch und operativ nicht mehr realisierbar gewesen. Mit dem Ersatzbau des größten und wichtigsten Schalthauses im Versorgungsgebiet, investiert die ÜZ Mainfranken rund 5,2 Millionen € in das regionale Stromnetz.
Noch vor 30 Jahren war das Umspannwerk in Brünnstadt das zentrale Umspannwerk im Netzgebiet der ÜZ, das die Versorgung der kompletten Region vom Steigerwald bis zum Main sicherstellte. Doch die Welt hat sich für uns schon längst um 180 Grad gedreht: „Nicht nur in der Gemeinde Frankenwinheim oder im Landkreis Schweinfurt, sondern im gesamten ÜZ-Gebiet wird seit vielen Jahren deutlich mehr Strom erzeugt als verbraucht. Aktuell stellen wir fast jeden Tag einen neuen Rekord an Einspeiseleistung auf“ berichtet der Geschäftsführende Vorstand, Jürgen Kriegbaum.
Um die vielen regenerativen Erzeugungsanlagen mit einer Leistung von mittlerweile fast 500 Megawatt bei einer maximalen Last von nur 79 Megawatt ans Netz anzubinden, hat die ÜZ Mainfranken allein in den letzten 10 Jahren mehr als 80 Millionen € in den Netzausbau investiert. Aus zwei Umspannwerken, die ursprünglich nur der Versorgung dienten, sind mittlerweile sechs Umspannwerke für den Strombezug sowie die Rückspeisung im Netzgebiet der ÜZ Mainfranken geworden und weitere sind in Planung.
„Insbesondere freuen wir uns als „Energiewenderegion“, dass die Bundesnetzagentur unsere Anstrengungen belohnt hat und die stetigen Investitionen ins Stromnetz durch die Neuregelung der Netzentgelte nun deutlich fairer verteilt werden. Dank unseres Netzausbaus konnten wir eine deutliche Reduzierung der Netzentgelte an all unsere Netzkunden weitergeben“, freute sich Kriegbaum und bedauerte gleichzeitig, dass das ursprünglich geplante Speicherprojekt im Altbau aus regulatorischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht umgesetzt werden konnte. Als Netzbetreiber darf die ÜZ Mainfranken nach aktuellen Bestimmungen keinen eigenen Speicher betreiben, es gibt jedoch viele Anfragen für die Integration von Speichern im Netzgebiet. Den Ausbau von Speichern in der Region erachtet Kriegbaum als wichtig und sinnvoll. Doch auch hier sieht er dringenden Handlungsbedarf: „Es sind dringend verlässliche regulatorische Festlegungen notwendig, die den Speicherausbau und deren Nutzung regeln, ohne die Netzentgelte für die Region wieder um mehrere Cent nach oben zu treiben. Wenn möglich, wollen wir den Strom, der in der Region erzeugt wird, auch in der Region halten - aber nicht auf Kosten aller Stromkunden in unserem Versorgungsgebiet.“